Facebook droht ein Bußgeld Verfahren in Höhe von 300.000 Euro, durch den Hamburgischen Datenschutzbeauftragten Johannes Casper, da sie den Nutzern die Möglichkeit gibt ein Adressbuch zu führen und somit die Daten dritter in ihrem Profil abgespeichert werden. Bestimmte Anwendungen, wie etwa Finding Friends, greifen nicht nur auf Adressbücher in Facebook, sondern auch auf die eMail Konten und Handys der jeweiligen Nutzer zu und verschicken den jeweiligen Personen Anfragen, ob sie denn nicht gerne Facebook beitreten würden. Diese erreichbaren Daten könnten, laut Casper, ohne Einwilligung der Personen, zu Vermarktungszwecken benutzet werden. „Zu der Problematik der Nutzung von Daten Dritter haben uns in den vergangenen Monaten viele Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern erreicht, die darüber besorgt sind, dass Facebook über ihre Adressen verfügt und Kenntnisse über ihre persönlichen Beziehungen hat“, so Casper. Es wird vermutet, dass die Daten, welche für die Freundschaftsanfragen erhoben werden, aus den Adressbüchern der User stammen und somit auch Beziehungsprofile von Nichtnutzern erstellt werden. Facebook hat nun bis zum 11. August Zeit eine Stellungnahme zu diesem Problem abzugeben.
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