Hilft eine Google-Abmahnung dem eigenen Image?

August 23, 2009 von admin  
Eingetragen bei Google

Es scheint mittlerweile im Netz richtig in Mode gekommen zu sein, gegen alles, was einem gegen den Strich geht und was einem nicht richtig erscheint, zu klagen. Dabei wird auch vor den “Großen” aus der Branche kein Halt gemacht. Auch auf die Gefahr hin, einen Rückschlag zu erleiden, versucht man dies nun positiv als sogenannten Werbegag zu nutzen. Denn so wird auf eine ausgeklügelte Technik vertraut, um auch diesbezüglich in aller Munde zu sein. Es wird durch solche Bekanntmachungen, die eine gewisse öffentliche Beachtung bekommen, für sich zum Werkzeug gemacht, die Thematik weiter verstärkt, egal wie die Sache an sich dann ausgeht. Sie muss nicht einmal begründet werden, und es spielt dabei auch gar keine Rolle, ob die Ansprüche gerechtfertigt sind oder nicht.

Häufig betroffen ist derzeit Google-AdSense, das sich mittlerweile mit einer Menge von Abmahnungen herumschlagen müssen. In einem konkreten Fall ging es um eine Abmahnung einer US-Amerikanerin und einer riesigen Schadensersatzforderung von 250.000 Dollar für ihren Arbeitsaufwand. Dieser bezog sich auf die Einbettung von AdSence-Codes. Hier ging es nur um das Verbot unerlaubte Klicks zu machen, die dem Konkurrenten Geld kosten und damit schon eine Wettbewerbsverletzung erahnen lassen. Da Google aber die Webseiten-Besitzerin gesperrt hatte, wurde diese aktiv und reichte Klage ein. Kleine Ursache, große Wirkung.

Auf jeden Fall sorgt so etwas im Web für Gesprächsstoff, da dies ja alles öffentlich dargestellt wird. Ob dieser Propagandazug dann jeweils werbetechnisch günstig und erfolgsversprechend ist, sei einmal dahingestellt. Meist ist sogar das Gegenteil der Fall und kann auch zu einem erheblichen Imageverlust führen, wenn man diese Vorgehensweise über längere Zeit ausnutzt. Doch dies scheint keine Rolle zu spielen.

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