Google Street View – Eine Fassade zur Datensammlung?
Am 25. Mai 2007 erweiterte Google sein Maps-Angebot um ein neues Feature, Google Street View. Zu Beginn waren es nur fünf Städte in den Vereinigten Staaten, doch Google zögerte nicht die Neuheit rasch zu expandieren. Mittlerweile darf man Häuserfronten in 18 Ländern, inklusive der USA, betrachten.
In Deutschland konnte sich Street View bis heute noch nicht durchsetzten, da es zuerst allen Forderungen der Datenschutzbehörden nachkommen will. Jedoch begann Google schon 2008 auch hier mit den Aufnahmen von Straßen um diese nach Beendigung aller Dispute zu veröffentlichen. Durch die Veröffentlichung von Bildern durch einzelne Personen auf der zu Google gehörigen Internet-Plattform Panoramio, steht Betrachtern jedoch eine abgespeckte Version zur Verfügung.
Schon zu Beginn wurde das Google Produkt kritisiert, da es nach Meinung verschiedener Parteien zu sehr in die Privatsphäre einzelner Individuen eingreifen würde, wobei hier viele Argumente für und gegen die Virtualisierung und Veröffentlichung unserer Straßen sprechen.
Was im April 2010 jedoch an die Öffentlichkeit gekommen ist, geht weit über das Fotografieren von Häuserfronten hinaus. Es wurde bekannt das Google Fahrzeuge auf ihren Fahrten in offene WLAN’s eingriffen und dort teilweise private Daten einholten, wie zum Beispiel Passwörter zu Email-Konten.
Laut Google sei dies ein Versehen, welches durch einen Softwarefehler entstanden ist. Doch in einer Zeit, in der Datenschutzskandale immer häufiger werden und manche Firmen bereit sind hohe Summen an Geld für Datensätze zu zahlen, ist es fraglich ob es sich hier um einen reinen Softwarefehler handelt.
In den Vereinigten Staaten verlangt nun der von Richard Blumenthal, Generalstaatsanwalt von Connecticut, geführte Zusammenschluss von 38 Bundesstaaten sowie dem District of Columbia eine Auskunft ob es sich hierbei wirklich nur um einen Fehler handelt oder ob spezifisch Daten gefischt wurden. Auf europäischer Seite haben erste Ermittlungen, unter anderem in Deutschland, bereits begonnen und auch in Amerika kündigten einige Staaten an sich intensiver mit der Materie zu beschäftigen.
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Finde ich gut, dass zumindest in Deutschland Google Einhalt geboten wird.