Das virale Marketing
Besonders in der heutigen Zeit, werden vor allem junge Menschen kaum mehr über die klassischen Werbemedien wie den Printmedien, dem Radio und dem Fernsehen erreicht. Eine Lösung bietet hier das mobile, virale Marketing, das sich die Affinität junger Menschen zum Social Web zunutze macht.
Die Art des Marketings basiert auf dem Prinzip der Mundpropaganda. In der Begriffsdefinition kommt das Wort „viral“ vom des aus der Biologie stammenden Virus, der von Mensch zu Mensch übertragen wird. So geschieht es auch mit den Informationen über ein Produkt oder eine Dienstleistung, die gleich diesem Virus in kürzester Zeit übertragen und verbreitet wird. Dabei werden die Nutzer motiviert, die Inhalte über die mobilen Kommunikationswege an andere potentielle Konsumenten zu senden und diese ebenfalls zur Weiterempfehlung zu motivieren.
Bisher wird das virale Marketing in erster Linie auf weiterleitbare Gutscheine über den Multimedia Message Service (MMS) oder auf Basis des Interactive Voice Response (IVR) angewendet oder über mobile virale Kurzfilme. Neben diesen Angeboten befinden sich „Tell- a- Friend- Anwendungen“, die es möglich machen, unter Angabe der mobilen Telefonnummer oder der Email- Adresse den viralen Inhalt weiterzusenden. Daneben gibt es noch mobile Netzwerkprodukte wie etwa Mobile Instant Messenger oder Mobile Communities. Die Forschung über den Erfolg des viralen Marketings ist derzeit noch nicht ausgeprägt, aber dennoch haben alle Studien die folgenenden drei Punkte gemeinsam, die bei dieser Art des Marketings beachtet werden sollen:
- Erfolgreich wird die Kampagne nur sein, wenn der Nutzer einen Vorteil daraus zieht und ihm etwas angeboten wird, das in seinem Interesse liegt. Nur so ist auch gewährleistet, dass der Nutzer den Inhalt auch weiterempfehlen wird.
- Ein wichtiger Aspekt ist die Einhaltung des Datenschutzes auf den immer wieder hingewiesen werden sollte. Andernfalls kann es dazu führen, dass der Nutzer die „Tell- a- Friend-Anwendung“ als Gefährdung der Privatsphäre des Nächsten ansieht.
- Die Auswahl der Erstkontakte ist ein entscheidender Faktor für den weiteren Erfolg der Kampagne. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich besonders Frauen und Jugendliche zur Verbreitung der Werbebotschaften eignen.
Im Jahre 2008 nutzte das Münchner Unternehmen MasterLabs die Möglichkeiten des mobilen Marktes im Zusammenhang mit den mobilen Endgeräten, um den Bekanntheitsgrad seines Produkts zu erhöhen. Auf Basis der iPhone- Applikation MindMaker entwickelte das Unternehmen eine eigene Applikation, die dann im iTunes- Online- Store zum Verkauf angeboten wurde. Mind Mapping ist ein wichtiger Baustein für das Brainstorming und das Sammeln von Ideen und Innovationen. Im iTunes- Store wurde die Anwendung unter der Rubrik Produktivitätswerkzeuge angeboten und stieg in bereits in den ersten Wochen in die Top drei Prozent der verkauften Anwendungen in dieser Kategorie. MeisterLabs ist nun mit Mindmeister weltweit führender Anbieter einer Web 2.0-basierten kollaborativen Software für Mindmapping im Internet. Das Unternehmen ging aufgrund des Erfolgs der Verbreitung eine Partnerschaft mit dem Know- Center ein, um die Weiterentwicklung der iPhone- Anwendung voranzutreiben. MeisterLabs wird sich nun auch in Projekten mit anderen Partnern des Know-Center besonders Themen wie virales Marketing im Web 2.0 und der Entwicklung von Web 2.0-Software widmen.
- interactive voice response trends
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